Rezensionen,  Torsten Fink

Tochter der schwarzen Stadt

Fink Buch

Autor: Torsten Fink
Verlag: Blanvalet
Genre: Fantasy
Erschienen: 19. Januar 2015
Seitenzahl: 512
Reihe: 
Tochter der Schwarzen Stadt: Roman

Inhalt

Alena versteht es, sich durchs Leben zu mogeln. Doch als sie sich in der Stadt Terebin als uneheliche Tochter des Herzogs ausgibt, ist sie wohl zu weit gegangen. Ihr droht der Tod – es sei denn, sie willigt ein, bei einer groß angelegten Intrige die Hauptrolle zu spielen. Denn Alena ist der wahren Prinzessin wie aus dem Gesicht geschnitten und soll nun an ihrer statt einen der verhassten Skorpion-Prinzen heiraten. Doch das ist nicht die einzige Verschwörung, in die sie sich verstrickt. Und vielleicht – nur vielleicht – ist sie ja tatsächlich die Tochter des Herzogs …

Meinung

Torsten Fink gehört für mich zu den ganz Großen! Von Beginn an habe ich den Vergleich zu dem amerikanischen Autor Brent Weeks gezogen. Seine Geschichten sind ebenso tiefgründig, oft auch einfach nur eklig und teilweise mit Magie durchzogen. Ich habe Tochter der Schwarzen Stadt in nur 2 Tagen gelesen, das soll schon was heißen.

Mit dem nun 5. Buch rund um Oramar und den „Schatten“ ist ihm wieder einmal ein Glanzstück gelungen. Alle seine Bücher waren bisher extrem charismatisch, wie beim Weeks, die nehmen sich da beide nichts. Die erschaffenen Welten funkeln hier, glitzern da, alles sehr bildhaft und lebendig. Ich liebe seinen Stil, die Intrigen am Hof, die aufgeblasenen Machthaber mit ihrem Reichtum, Töchter und Söhne des großen Skorpions, die Kriege, die Magie die vieles möglich macht, die Liebschaften, das Unmögliche … um nur einige Eckpunkte zu benennen. Bei Torsten Fink kann ich nie vorhersehen, was zwingend als Nächstes passieren muss. Nein, er sorgt immer für Überraschungen und unmöglichen Wendungen, durchweg! Seine Figuren, ob Hauptmann, Baron, Zauberer, Schatten, Prinz, Heiler, Köchin, Dienerin, Berater, Soldat … allen wird das Leben so unterschiedlich und detailliert eingehaucht, dass es immer ein absoluter Genuss ist, seine Geschichten zu lesen.

Er kennt sich in der deutschen Sprache absolut aus und zelebriert dies auch in jedem einzelnen seiner Bücher. Atemberaubend wie aufregend sind alle seine Werke. Hin und wieder erscheint mir der Inhalt, der Ablauf einer Sache, zu unspektakulär. Aberrrrrrrr, der Fink schmeißt so mit Worten und perfekt geformten Sätzen um sich, dass das kaum ins Gewicht fällt.

Fantasy von Tosten Fink kann ich nur uneingeschränkt empfehlen. Damit ich lange etwas von seinen Büchern habe, lasse ich mir meistens ein paar Monate bis Jahre zwischen den Teilen Zeit. Denn irgendwann ist nun mal Schluss mit Fink, so oft erscheint kein Buch von ihm. Der Gedanke daran lässt regelrecht mein Herz bluten. Solche Autoren dürften nie aufhören, uns mit ihren Wörtern zu verzaubern. Meine Trauer darüber verspüre ich bereits jetzt schon deutlich.

Klare Empfehlung! 5 von 5 Punkten für die Story, 5 von 5 für den Stil! 😉

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