Kritik,  Peter Clines

Peter Clines – Der Spalt

Klappentext: Highschool-Lehrer Mike Erikson ist ein Genie und könnte dank seines fotografischen Gedächtnisses und seines überragenden IQs eigentlich eine glänzende Karriere machen. Doch er zieht ein bescheidenes und zurückgezogenes Leben vor – bis er sich von einem alten Freund dazu überreden lässt, an einem einzigartigen Experiment teilzunehmen: Mitten in der kalifornischen Wüste arbeitet ein Team von Wissenschaftlern daran, Teleportation zu ermöglichen. Doch das Experiment hat ungeahnte Folgen – nicht nur für die Forscher selbst, sondern für die ganze Menschheit …

Autor: Peter Clines Verlag: Heyne Verlag Genre: Science Fiction Erschienen: 08. Februar 2016 Seitenzahl: 528 Reihe: / Cover: Buchcover mit freundlicher Genehmigung von Heyne Verlag bereitgestellt. (Klick)

Sherlock, bist du es?

Ich gebe es zu. Der erste Satz vom Klappentext Der Spalt hat es mir angetan! Wie sollte ich auch bei Genie, fotografisches Gedächtnis und überragenden IQ nicht weiterlesen? Sofort kam mir Sherlock in den Sinn und musste schmunzeln. Interessanterweise wurden auch gewisse Parallelen im Buch gezogen, was es für mich umso genialer machte. Das Buch ist bereits 2016 erschienen und ich bin erst vor kurzem darauf gestoßen. Es gibt da bei Amazon diese Empfehlungen, unter den Informationen zum Autor, die sich „Kunden, die dieses Buch gelesen haben, lesen auch“ nennt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie hilfreich diese Funktion ist! Die Informationen zum Autor waren übrigens von Patrick Lee. ^^

So, nun hielt ich also mein erstes Buch Der Spalt von Peter Clines in der Hand. Einmal angefangen, wollte ich nicht mehr aufhören. Es lag nicht nur daran, dass ich einen erstklassigen Pageturner in den Händen hielt. Die Story fesselte mich ebenso von der ersten Seite an. Mike „Mycroft“ Erikson, unser Protagonist, wird von einem NSA Typ auf eine absolut streng geheime Operation angesetzt. Und nur Mike ist der absolut beste Mann für diesen Job. Warum? Er nimmt jedes noch so winzige Detail wahr und verarbeitet alles schneller, als andere Menschen es jemals für möglich halten. Er sieht einfach Dinge, die anderen entgehen, wie Sherlock. Diese Feinheiten wurden gut im Buch platziert und sauber herausgearbeitet. Ich stelle mir so etwas sehr schwierig vor, über deduzieren zu schreiben. 

Houston, wir haben ein Problem!

Mike wurde nun von seinem Freund mehr schlecht als recht rekrutiert und stößt nun auf ein verwirrtes Forscherteam, die ein Portal gebaut haben. Aber irgendetwas stimmt nicht. Mycroft soll dem nun auf den Grund gehen und gerät in Verschwörungen, deren Ursachen in ganz anderen Sphären liegen. Dabei geht er sehr vorsichtig und rücksichtsvoll mit den Teammitgliedern um und gewinnt langsam deren Vertrauen. Ich mag seine Art, so ruhig und doch gewinnend. Natürlich gibt es auch hier Gegenspieler, jemand der immer aufmüpfig ist und die Augen verdreht. Die Story ist bis zu einem bestimmten Punkt vollkommen gradlinig und voller interessanter Aspekte. Bis die Monster kommen … Nun ja, das ist so überhaupt nicht mein Ding. Es hat dem Buch sehr geschadet und ich frage mich, wie der Autor es besser hätte lösen können. Der letzte Abschnitt, mit besagten Monstern, hat mich sehr gestört und gibt dem ansonsten absolut astreinen Werk einen negativen Touch. Mich hat es tatsächlich aus dem Lesefluss geworfen, es passt einfach nicht. Ich habe dennoch bis zum Ende gelesen, was dem großartigen Stil zu verdanken war.

Auch auf Hinblick meiner Erwartungen und der Störungen im letzten Viertel bekommt dieses Buch dennoch eine große Empfehlung! Lieber Dreiviertel Glitzer Glitzer, als überhaupt kein Konfetti! Aus dem Bereich Science Fiction habe ich noch nicht viele Bücher gelesen. Der Autor Peter Clines hat aber fast alles richtig gemacht und werde mir auch weitere Bücher von ihm vornehmen. Der Spalt ist jedenfalls eine tolle Science Fiction Geschichte!

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