Thariot,  Kritik

Kritik: Nebula Rising 3 – Code White

Nebula

A.D. 3731 Erde
707 Jahre zuvor. Die Zeiten sind kompliziert. Die Ozeane sterben. Die Folgen der Umweltverschmutzung lassen sich nicht länger aufhalten. Die Corporation gibt die Erde auf. Isaac ist ein Berater, der gut an verzweifelten Umweltschutzmaßnahmen verdient hat. Das Ende der Erde zwingt ihn umzusatteln. Sein neues Produkt: die erste KI, die diesen Namen verdient. A.D. 4438 Nebula System. Gegenwart. Kono ist kein Mensch. Sie ist besser. Sie führt ein Kommandounternehmen gegen die Corporation an. Ein Fehlschlag. Sie hat ihren Feind unterschätzt, der ihre Phalanx durchbricht. Ihr Raumschiff wird zerstört und ihre Freunde isoliert. Allen auf Nebula droht das Ende. Um zu überleben muss sie jemanden finden, der bereits vor Jahren verstarb.

Produktinformation: Autor: Thariot Verlag: Belle Epoque Verlag Genre: Science-Fiction Erschienen: 13. September 2019 Seitenzahl: 548 Reihe: Teil 3/4 Link zu Amazon: Nebula Rising: 3 Code White

Mittlerweile habe ich den dritten Teil der fantastisch verrückten Nebula Rising Reihe gelesen. Die Erlebnisse und Erfahrungen von Kono, Jonah und Kenan, bleiben unvergesslich und für immer im Gehirn eingebrannt. Der Autor schreibt zwar keine leichte Science Fiction, bis der Durchblick erfolgt dauert hier etwas, aber er ist einer der besten Autoren seiner Klasse. Wer Thariot kennt, weiß eben mit was er es zu tun bekommt. Bei mir erfolgt immer eine gewisse Umstellung, um alles besser verstehen zu können. Ist eben anspruchsvollere SiFi. 

Jonah und Kenan gehen auch in diesem Buch wieder durch die Hölle. Wie sollte es auch anders sein? Kenan macht so als Nichtmenschliche KI seine besonderen Erfahrungen, während Jonah die Hölle unterm Arsch wegbrennt. Auf ihrer Mission geht nun mal alles schief, was nur schiefgehen kann. Die zwei Brüder werden dazu noch getrennt und somit auf sich allein gestellt. Aber auch das ist für die harten Jungs kein Problem. Sie retten sich immer wieder aus jeder noch so beschissenen Situation. Okay, etwas vorhersehbar. Aber auf das WIE kommt es an. Thariot ist ein Meister der Spannung und Täuschung! Basta! Und genau diese Tatsache liebe ich an seinen Büchern!

Die Szenen können urkomisch, extrem sexistisch, wie vulgär sein, von jedem die richtige Prise. Langweilig, langatmig, oder gar langwierig kenne ich in diesem Zusammenhang nicht. Alles Fremdwörter für Thariot. Es ist mir immer wieder eine Freude zu lesen, wie der Autor die Jungs und Mädels aus ihren aussichtslosen Situationen herauskatapultiert. Wer denkt, ein Charakter bei Thariot ist nun mal tot, wenn er stirbt, liegt völlig daneben. Wenn er will, der Herr Langner, kann er sie einfach wieder auferstehen lassen, einfach so. Aber ich sag’s euch, das WIE ist immer entscheidend. Und das kann er! Definitiv! Auch die Art von schwarzen Humor liest man viel zu selten. Bei Thariot ist alles hübsch perfekt verpackt.

Jedes Mal tauche ich tief auf den Planeten Nebula ein. Erlebe jede Kleinigkeit hautnah, es ist wie, als ob jemand Bilder in meinem Kopf zeichnen würde. Auf Nebula zu wandeln, Kenan oder Jonah zur Seite zu stehen, ist für mich, wie nach nebenan zu fahren oder bei Freunden zu sein. Das ist wahre Kunst, den Leser in eine andere Welt zu entführen. So muss das sein, so will ich das! Und das allein spricht von einer genialen Genialität, die keine weiteren Worte bedarf. Bitte weiter so Martin, ich liebe deinen Stil! 

Nebula Rising Code White in einem Satz: Urkomisch und auf verrückt, verdrehter Art katapultiert uns der Autor atemlos durch sein Werk!

Klare Leseempfehlung von mir! 
5 von 5 Punkte für die Story, 5 von 5 Punkte für den Stil, 5 von 5 Punkte für die Charaktere, und volle Punktzahl für den Eindruck. In der Gesamtbewertung erhält Nebula Rising Code White volle 20 Punkte!

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