Ursula Poznanski,  Rezensionen

Eleria 01 – Die Verratenen

Eleria–Trilogie

Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe Verlag
Genre: Dystopische Sci-Fi
Erschienen: 10. März 2014
Seitenzahl: 464
Reihe: Teil 1/3
Die Verratenen: Band 1

Inhalt

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Elerias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

Meinung

Ganz ehrlich, das habe ich so nicht von der Autorin erwartet! Nach Thalamus, was ein bisschen schleppend und weniger spannend war, ging ich mit einer viel geringeren Anforderung heran. Aber was mich dann erwartete, konnte ich absolut nicht vorhersehen. Ich ging von einer Geschichte aus, von denen es einige mit ähnlichen Mustern bereits genug gab. Kleine Gruppe Jugendlicher, wohlbehütet und gut erzogen, werden dann zu Rebellen, schließen sich mit dem Feind zusammen, wollen die Regierung stürzen. So oder in diese Richtung sind viele Dystopische Romane aufgebaut, die ich bisher gelesen hatte. Doch dann stolperte ich immer wieder über die positive Resonanz der Eleria-Trilogie und hielt es nicht länger aus. Und dann, drei Tage später, war ich mit „Die Verratenen“ durch! Ich konnte einfach nicht von der Geschichte lassen.

Die Story ist großartig und erfrischend. Hier wird gleich ein ganzes Team als Rebellen abgestempelt und nach der Flucht heißt es zu überleben. Sie wissen nur, dass die Welt außerhalb ihrer sicheren Umgebung schlecht ist, denn so wird es ihnen von Geburt an beigebracht. Wem können sie vertrauen? Wer ist Feind, wer Freund? Jaja, sagt ihr jetzt, alles nicht neu. Aber, unsere Rebellen sind besondere Menschen. Sie besitzen einzigartige Fähigkeiten, und nur deshalb gelingt es ihnen, am Leben zu bleiben. Sie passen sich mehr und mehr den Gepflogenheiten an, und bleiben doch Fremde. Die Autorin hat dies wunderbar durch ihre Abgrenzungen der anderen Gesellschaften dargestellt. Die Figuren, so wie die Umgebung und das Miteinander, sehr gefühlvoll und bis ins kleinste Detail geschrieben. Ich konnte absolut mitempfinden. Ich begab mich mit Ria und ihrer Gruppe tief in die Welt der Verschwörungen. Fesselnd, spannend und aufregend bis zum Ende!

Dieses Buch richtet sich nicht nur an Jugendliche, sondern ist auch für Erwachsene gut zu lesen. „Die Verratenen“ ist absolut gelungen und kann ich nur jedem Dystopie–Fan ans Herz legen. Es kann locker mit bekannten Reihen mithalten und ist doch nicht vergleichbar. Das ist durchaus ein wichtiger Punkt. Denn wer möchte schon die immer gleichen Geschichten mit unterschiedlichen Namen lesen? Hier punktete eben auch die vielen Überraschungen, unbekanntes Terrain.

Ich bin froh, dass ich auf diese Reihe aufmerksam gemacht worden bin. Da ich ja nun offensichtlich einen Wandel durchmache, was heißt, was ich noch vor fünf Jahren gelesen hätte ist heute absolut uninteressant, gibt es weniger Lesestoff für mich. Doch die Eleria–Trilogie hat mich so richtig tief beeindruckt! Meine Gedanken kreisen noch der Story nach, ein absolut sicheres Kriterium.

Klare Empfehlung! 5 von 5 Punkten für die Story, 5 von 5 für den Stil!

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